Ein Resümee unserer ersten Cruise
Lange hat es gedauert, bis wir unsere erste Kreuzfahrt gemacht haben. Immer war bei mir die Angst da das ich die Zeit in der Kabine verbringen werde, weil es mir schlecht geht. Durch schlechte Erfahrungen mit diversen Überfahrten mit Fähren, war ich sehr verunsichert. Alle mit denen ich gesprochen habe, meinten das ist was komplett anderes und nun ärgere ich mich ein bisschen, daß ich mich nicht eher getraut habe. Durch die Pandemie wurde unsere Cruise auf der Dream auch noch zweimal verschoben, was noch längeres Warten bedeutete. Doch nun kann ich stolz verkünden, ich bin Cruisifiziert.
Vom 7.1-10.1.22 hieß es welcome on Board, Durch die zwei Upgrades sind wir von Deck 9 auf Deck 10 gebucht worden und unseren Credit für das Verschieben haben wir genutzt um Daniel zu zubuchen. Da er genau über unser Reisedatum bei uns war, hat mich mein lieber Freund Michael auf die Idee mit den zubuchen gebracht. So hatten wir keine Unterbrechung unserer knappen Familienzeit.
Der erste Anblick von weitem war schon beeindruckend und wenn man näher kommt wird es zu einem Wow. Doch einiges läuft zur jetzigen Zeit anders. Vieles muss vorab erledigt werden und bei uns gab es auch Sachen die nicht geklappt haben.
Die Koffertags wurden uns nicht zugeschickt, obwohl sie unterwegs sein sollten. Es waren einige Telefonate nötig, da die deutschen Impfnachweise nicht einfach hochgeladen werden konnten. Sobald möglich, sollte man wenn das Buchungsfenster offen ist, alles im Vorfeld buchen was man an Bord machen möchte.Viele Aktivitäten sind schnell ausgebucht, weil die Gruppen kleingehalten werden. Den Fotopass unbedingt gleich mitbuchen, wir haben zu lange gewartet und mussten 30$ mehr an Bord bezahlen.
Sobald man den online check-in machen kann auch dies in Angriff nehmen, jetzt durch die Pandemie braucht alles länger.
Im Prozess des check-in werden alle persönlichen Daten benötigt, die Buchungsnummer und der Impfstatus. Dieser wird über die Safe Passage Seite eingefordert. Dafür muss man den Anweisungen nur folgen beim online check-in. Die Seite fordert einen auf seine Email Adresse anzugeben und ein Passwort zu kreieren, dann muss man seine Daten wieder eingeben und Fotos von der Vorderseite und der Seite mit den Impfungen hochladen. Da man nur ein Foto davon hochladen kann, im Vorfeld beide einzel Fotos zu einem Foto zusammenfügen, Name und Impfstoff mit Datum müssen gut lesbar sein. Wir hatten das Problem das sie Daniel seine Impfpass nicht lesen konnten. Daher haben wir durch die Wartezeit bis man Nachricht bekommt Tage gewartet, um dann das Foto immer wieder neu hochzuladen. Erst wenn alle der Reisegruppe ihre Nachricht bekommen, das man approved ist, ist der check-in abgeschlossen. Auch sollte man alle Unterlagen ausgedruckt mitnehmen, damit man das Blatt mit den QR Codes zur Hand hat,das wird oft benötigt.
Auch vor Ort gibt es eine neue Prozedur, man muss beim check-in eine Ankunftszeit angeben, sollte man früher ankommen braucht man nicht zum Terminal fahren. Sie schicken einen weg, wenn man zu früh ist. Also pünktlich am Terminal sein das reicht. Maske ist auf dem Gelände auch draußen Pflicht wenn man mit den Crew Member zu tun hat. Die Koffer werden abgegeben, dafür muss man sein Blatt Papier mit den QR Code zur Hand haben, da wir ja keine Koffer Tags hatten, wurden uns welche ausgedruckt. Dann wieder ins Auto und in die Parkgarage an der Windschutzscheibe bekommt man einen Streifen Papier, zahlt die Gebühren in unserem Fall 68$, dann fährt man in Karawane zum nächsten Punkt dort gibt es das Corona Test Kit. Jeder bekommt ein Beutel mit Kugelschreiber, Klebezettel und Röhrchen. Der Zettel muß ausgefüllt und aufgeklebt werden auf das Röhrchen. Dann braucht man wieder den Zettel mit den QR Codes und wird ein wenig befragt. In der Parkgarage wird man dann zu einem Mitarbeiter gebeten zu fahren, wieder Erklärungen, scannen des Codes, ein paar Fragen und schon bekommt man ein Stäbchen um selber den Nasenabstrich zu machen. Der Mitarbeiter passt auf das alles korrekt abläuft. Das Watteköpfchen wird in dem Röhrchen eingeführt nach dem Abstrich und der Stab an der Bruchkante abgebrochen. Röhrchen verschließen und ein Beutel wird mit allen Röhrchen der Reisegruppe gefüllt und übergeben. Der Rest ist dann Müll und wird ebenfalls in einem Beutel gesammelt und dem Mitarbeiter übergeben. Nun kommt noch ein Crew Mitglied vom Bodenpersonal und stellt ein paar Fragen nach einem weiterem QRCode scan, auf dem Zettel an der Windschutzscheibe kommt nun ein Haken und man kann sich einen Parkplatz suchen. Das Parkhaus ist sehr eng, daher ist mit größeren Autos Vorsicht geboten. Nun heißt es wieder warten bis die Testergebnisse da sind, diese bekommt man als Email auf seine Safe Passage Seite, ist nur einer der Gruppe positiv, darf keiner auf das Schiff. Wir waren alle negative somit kam die Nachricht you are good to go.
*Der Spaß beginnt.
Am Freitag nachdem wir auf Deck 3 mit Ansage begrüßt wurden, sind wir erstmal überwältigt dort im Atrium stehen geblieben. Die Handys wurden gezückt und Fotos gemacht. Dann sind wir zu unserer Kabine und waren ganz überrascht einen Magneten vom DVC an an unserer Tür vorzufinden ebenso ein Umschlag mit den Schlüsselkarten, und 2 Lanyards vom DVC. Die Kabine war einfach toll, groß, gemütlich und mit Balkon. Willi als Handwerker fiel natürlich die deutsche Wertarbeit der Meyer Werft auf, ich war da eher diejenige die auf kleine Details wie die Mickey Köpfe auf den Lampen geachtet hat. Nachdem wir die Kabine inspiziert hatten sind wir an Deck um das Auslaufen mitzuerleben. Die sail away Party gibt es zurzeit wegen Corona nicht, trotzdem war es spannend zu sehen wie dieses große Schiff den Hafen verlässt.Doch während wir den Sicherheitsdrill erledigten, zurzeit alles über die Navigator App online und über Durchsagen an Bord, passierte uns ein Anfängerfehler, es kam ein Kellner der uns mitteilte das es mehrere Getränke Pakete im Angebot gäbe. Da wir ja am Samstag was am Strand bräuchten, weil es sehr warm wäre und die einzelnen Getränke teurer wären. Was soll ich sagen mein Hirn hat nicht geschaltet und bei den Wörtern Angebot und ein Extra, hab ich dann 12 Flaschen Wasser und für die Jungs sechs Bier geordert. Schwupps waren 93$ auf unser Zimmer gebucht. Was ich später mitgekam, das hätte nicht nötig getan, da es überall Getränke Spender gab,die kostenlos Softdrings anboten auch auf Castaway Cay. Nun gut für das nächste Mal weiß man bescheid und die Kühltasche nehmen wir gefüllt mit zur nächsten Cruise.
Vor dem Essen waren unsere Koffer auf der Kabine und wir konnten auspacken und uns schick machen. Da das Restaurant auf Deck 3 war sind wir runtergefahren und haben die verschiedenen Fotostationen wahrgenommen, um unseren Fotopass zu füllen. Dort haben wir auch Tim getroffen, das derzeit einzige deutsche Crew Mitglied der Dream. Wir haben uns sehr nett unterhalten und Daniel bekam ein paar Informationen die sein Kopf haben rattern lassen, ob nicht ein Job bei Disney Cruise Line doch nochmal eine Option wären.
Am Abend beim Essen waren wir dann schon schlauer und haben kein Paket Wein für 100$ für die drei Tage gekauft.
Das Essen war köstlich, gestartet sind wir am ersten Abend im Royal Palace mit einem vier Gänge Menü. Jeder Bissen ein Genuss und für jede Geschmacksrichtung etwas dabei.
Nach dem Essen sind wir ein bisschen über das Schiff geschlendert und die Abendluft genossen. Danach war ich so müde, daß ich wie ein Stein ins Bett gefallen bin. Ich habe sehr gut geschlafen, denn die Betten sind super bequem. Jeden Abend waren unsere Betten aufgeschlagen und mit einem Handtuch in tierischer Form sowie drei Schokoriegeln dekoriert. Keyand hat uns jeden Abend zum Lachen gebracht, weil er so witzige Figuren gezaubert hat.
Aber nun hieß es sweet dreams bis zum Morgen auf Castaway Cay.